Minesweeper

Inhaltsverzeichnis
Gameplay
Graphik
Sound & Musik
Story
Wiederspielbarkeit
Negatives
Fazit
Gameplay/Allgemeines
Minesweeper ist ein Knobelspiel. Es geht darum, auf einem Feld variabler Grösse alle versteckten Minen zu finden. Die meisten Situationen sind durch Logik zu lösen, indem man anhand der Mengenangabe in den aufgedeckten Feldern (sie geben die Menge an Minen an, die in den anliegenden Feldern versteckt sind) rausfindet, wo die Minen versteckt sind und diese Minenfelder markiert. Dabei arbeitet man gegen die Zeit - man hat zwar beinahe endlos viel davon zur verfügung, aber je schneller man alle Minen findet, desto besser.
Das Spiel gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen für wohl so ziemlich alle Platformen. Die bekannteste Version ist wohl die, die Microsoft mit Windows mitliefert: "Microsoft (R) MineSweeper". Jedoch gibt es, wie gesagt, viele andere Versionen, Beispielsweise eine von mir selbst gemachte Konsolenversion, die per Tastatur gesteuert wird. Meine Lieblingsversion ist "Mines" aus der "Portable Puzzle Collection" von Simon Tatham, da bei dieser Version sichergestellt wird, dass alle Situationen durch Logik zu lösen sind, während bei Microsofts Version durchaus Situationen auftreten können, bei denen man Glück haben muss.

Das Spiel ist sehr simpel gehalten. Es gibt keine Powerups, keine Nebenquests, keine freispielbaren Achievements oder irgendetwas in der Art, wobei sowas auch nur stören würde. Es gibt nur dich, das Feld, die Minen und meist ein dümmliches Smiley.
Die Spieldauer ist relativ kurz. Bei der Microsoft-Variante stehen meine Bestzeiten (auf der Arbeit, wo ich nicht so schnell bin, da ich ständig gucken muss, dass mich keiner dabei erwischt) bei 14 Sekunden für Anfänger, 100 Sekunden für Fortgeschrittene und 355 Sekunden für Profis. (Der Weltmeister Dion Tiu schaffte ein Profi-Board in 37.775 Sekunden)
Und ja, es gibt Weltmeisterschaften, siehe z.B. hier.
Graphik
Die Graphik ist in der Regel an das Betriebssystem angepasst - Die Felder sehen aus wie die normalen Checkboxen. Wenn man das Spiel spielt, sollte man an Grafik keine Ansprüche haben, denn diese sieht hauptsächlich noch gleich aus wie schon zu Windows 3.1-Zeiten. Dies stört jedoch nicht: 3D-Grafik, Bumpmapping und ähnliches würde nur stören, ausserdem würde das das heimliche Spielen auf der Arbeit verunmöglichen ;) (Wobei es sogar eine 3D-Version gibt, emMines...)
Die Auflösung des Spiels kommt auf die Karte (Anfänger, Fortgeschrittener, Profi, Custom) sowie auf die Version an. Die Auflösung von "Anfänger" in der Microsoftschen Version ist zum Beispiel 170x251, während die Grösse bei der mit Ubuntu mitgelieferten Version nicht festgelegt ist, also dynamisch geändert werden kann. Eine Vollbildfunktion fehlt, deshalb stören die niedrigen Auflösungen der meisten Versionen nur minimal.

Sound & Musik
In allen Versionen, die ich spielte, nicht vorhanden, aber es gibt Versionen mit Sound, z.B. "Mines XP", welches auch andere Zusatzfeatures wie Multiplayer hat.
Story
Eine Story gibt es an sich nicht. Jedoch kann sich jeder Spieler selber eine zurechtlegen, sollte er Freude daran haben.
Beispielsweise könnte man im Militär der Zukunft sein und das Spielfeld, das man sieht, ist in Wahrheit ein echtes Feld, welches einem als Kommandanten auf dem PC dargestellt wird. Man ist damit beauftragt, alle Minen zu finden, um das Feld unschädlich zu machen. Aus Geheimdienstinformationen konnte die Anzahl der im Feld versteckten Minen bestimmt werden, jedoch nicht die Position. Deshalb muss man vorsichtig Söldner über dem Feld abspringen lassen, die dann mit speziellen Suchgeräten die Anzahl der Minen in ihrer unmittelbaren Umgebung feststellen müssen. Sollte man aber einem Soldaten die Anweisung geben, auf einem Feldteil mit einer Mine zu landen, reisst es ihn in Stücke, was bewirkt, dass alle anderen Söldner aus Angst desertieren und das Feld dadurch nicht mehr gereinigt werden kann. Dadurch kommt der Nachschub nicht durch und der Krieg ist verloren, denn der Gegner hat so genug Zeit, sein Atomraketengeschwader fertigzustellen und abzuschiessen, was den ganzen Planeten zerstört. Die Zukunft der Erde liegt in deinen Händen!
Wiederspielbarkeit
Hoch. Der clevere Gegner unserer Vorstellung von oben versteckt die Minen immer an anderen Orten. Dadurch stellen sich einem immer neuen und interessante Probleme, die es zu beflaggen gilt! Auch die meist kurze Spieldauer lädt dazu ein, es einfach zwischendurch mal anzuwerfen. Ein weiterer Punkt der Wiederspielbarkeit sind die verschiedenen Schwierigkeitsgrade: Wenn man das Spiel auf "Anfänger" durchgespielt hat, kann man es nochmals mit den anderen Schwierigkeitsgraden probieren und so sein können auf die Probe stellen.
Negatives
Wie schon erwähnt gibt es in den meisten Versionen öfters Zufallssituationen. Das ist besonders nervig, wenn man das Spiel beinahe durchhat - allein das Glück entscheidet, ob man es vergebens gespielt hat.
Die fehlende Musikuntermalung ist auch etwas schade - ein an Endzeit erinnernder Soundtrack (Ominous Latin Chanting beispielsweise) würde sicher viel mehr Stimmung in das Spiel bringen.
Fazit
Tolles Spiel, um sich die Zeit zu vertreiben. Durch die Logik ist es intellektuell anregender als wohl 80% der Spiele auf dem Markt, es ist schnell gespielt, es besitzt durchaus die Möglichkeit zu fesseln (Nur noch einmal auf Profi gewinnen, nur noch einmal... Ah, dreckige Mine! Nochmal!) und es erfüllt einem mit einem kleinen bisschen von elitärem Wohlgefühl, weil die meisten Leute entweder nicht wissen, wie man es Spielt oder es aus anderen Gründen nicht spielen.

Bewertung: 7/10