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AntiSpam-Techniken

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Was ist Spam?
Probleme im Zusammenhang mit Blacklists
Bewährte Spamverhinderungstechniken
Warnung vor Selbstjustiz

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Was ist Spam?

Ich nehme mal an, dass alle hier wissen, was Spam ist. Die Hintergründe dürften aber nicht allen bekannt sein. Deshalb bin ich nun so frei und zitiere dazu einen etwas gekürzten Wikipediaeintrag:

Als Spam [spæm] werden unerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten bezeichnet, die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und massenhaft versandt wurden oder werbenden Inhalt haben. Dieser Vorgang wird Spamming oder Spammen genannt, der Täter Spammer.
Der Begriff entstammt dem Spam-Sketch der englischen Comedyserie Monty Python's Flying Circus: In einem Café besteht die Speisekarte ausschließlich aus Gerichten mit SPAM, die "SPAM" teilweise mehrfach hintereinander im Namen enthalten. SPAM ist ein Markenname für Dosenfleisch, 1936 entstanden aus spiced ham, fälschlich auch spiced pork and meat/ham.

spam
Ein Gast verlangt nach einem Gericht ohne SPAM, die Kellnerin empfiehlt ein Gericht mit "wenig" SPAM. Als sich der Gast daraufhin aufregt, fällt ein Chor aus Wikingern, die die beiden anderen Tische besetzen, mit einem Loblied auf SPAM ein, bis der Sketch im Chaos versinkt. Im anschließenden Abspann wurden die Namen der Mitwirkenden ebenfalls um "Spam" ergänzt. Im Sketch wird das Wort "SPAM" insgesamt knapp 100 mal erwähnt.

Spam verursacht im System der weltweiten E-Mail-Kommunikation einen erheblichen Schaden. Da heutzutage kaum mehr ungestörter E-Mail-Empfang möglich ist, wird angenommen, dass immer mehr Nutzer die Kommunikation per E-Mail meiden und auf weniger störanfällige Kommunikationsformen ausweichen, selbst wenn diese weniger komfortabel sind.
Die durch Spam entstandenen Zusatzkosten für 2004 wurden mit 25 Milliarden Euro beziffert.

Der Monty-Python-Sketch via YouTube:

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Probleme im Zusammenhang mit Blacklists

Meiner Meinung nach sind Blacklists (Listen von spamversendenden E-Mail-Adressen oder -Servern) gefährlich. Wenn jemand eine Blacklist in's Internet stellt, hat er sozusagen absolute Macht über die empfangbaren Mails derer, die seine Liste benutzen. Wie bekannt sein dürfte, korrumpiert diese aber auch absolut. Die Verlockung, einen Konkurrenten oder persönlichen Feind auf eine solche Liste zu setzen, ist gross. Ausserdem ist da noch der einfache Weg, ganze IP-Adressenblocks zu sperren, wenn von einer oder mehreren davon Spam ausgingen. Mindestens eine solche Liste, MAPS, hat eben das getan (Englisch). Aufgrund von so etwas wurde die Spamhaus-Liste gegründet. Aber auch sie ist nicht über jeden Zweifel erhaben (Englisch). Spamhaus soll auch einmal alle der tausenden auf Yahoo gehosteten Seiten geblockt haben, um Yahoo damit zu erpressen, zwei (sic!) Spamverschickern den Vertrag zu kündigen. Das ist nichts anderes als Zensur.


Diese Meldung bekam ich selbst, als ich von Lycos (Spray.net gehört zu Lycos) eine Mail senden wollte. Lycos wurde wegen 3 Spammern (Stand 02.07.07) geblockt, wie man auf dieser Liste sehen kann.


Diese Meldung bekam ich, als ich von meiner alternativen Email-Adresse eine mail schicken wollte. Verdammte Blocklisten.

Ich persönlich würde keine Spamlisten verwenden. Menschen verwalten sie und Menschen tendieren dazu, sie zu Missbrauchen. Dazu passt wieder dasselbe Zitat, das ich schon bei meiner Privatsphärenseite verwendet habe: Sed quis custodiet custodes ipsos? ("Aber wer kontrolliert die Kontrolleure?", Decimus Iunius Iuvenalis, Satirae VI, 347f)

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Bewährte Spamverhinderungstechniken

Technisch:
Es gibt viele Programme, die euch helfen können. All diese nutzen normalerweise aber nur, wenn ihr die Mails per Programm auf den Computer herunterladet. Falls ihr keine andere Wahl habt, als auf die Webseite eures Mailanbieters zu gehen, um an eure Mails zu kommen, lest unten beim Abschnitt "Manuell" weiter.
Von diesen Programmen gibt es mannigfaltige Ausgaben. Manche (z.B. SpamAssassin) laufen auf dem Mail-Server und versuchen, Spam-Mails schon dort zu filtern, jedoch glaube ich nicht, dass sonderlich viele, die das lesen, einen eigenen Mail-Server haben. Eine andere Möglichkeit wäre ein Programm, das lokal läuft und auf euer Mailprogramm (z.B, Thunderbird oder Outlook) zugreifft, um die Mails dort zu löschen. Thunderbird hat ein solches Programm schon integriert und es hat auf mich keinen schlechten Eindruck gemacht.
Das Problem mit solcher Software ist, dass man entweder die Arbeit nur verschiebt oder das Risiko eingeht, wichtige Mails zu verpassen, denn kein solches Anti-Spam-Programm ist fehlerfrei. Um sicher zu gehen, dass nicht aus Versehen ein wichtiges E-Mail in den Spam-Ordner gekippt wurde, muss man diesen ca. wöchentlich durchgehen, holt also die "gesparte" Zeit wieder auf. Entscheidet man sich, dem Anti-Spam-System vollkommen zu vertauen, kann es sein, dass man wichtige E-Mails verpasst. Ein oft gesehenes Beispiel dafür sind Anmeldungsmails von z.B. Foren oder Internetzeitungen.

Manuell:
Die folgende, kurze Anleitung habe ich selbst erstellt und mich ohne Ausnahmen daran gehalten. Im Internet werden wohl viele solcher Listen herumschwirren, da auch Andere dieselben Schlüsse gezogen haben werden. Ich halte mich seit ca. 2 Jahren an diese Regeln und das mit Erfolg: Obwohl ich keinerlei Anti-Spam-Software benutze, habe ich in diesen zwei Jahren nur genau eine einzige Spam-Mail bekomen. Die Regeln werden manchen zuerst wohl Übertrieben scheinen, aber man gewöhnt sich schnell daran.
Anzumerken wäre wohl noch, dass alle Regeln kaum für Firmenkontakte verwendbar sind, mit Privatadressen sollten sie aber gut funktionieren. Achtung: Wenn eure E-Mail schon Spamverseucht ist, helfen die Tipps auch nicht weiter. Dann müsst ihr eine neue Adresse eröffnen.

1. Nie eine echte E-Mail-Adresse angeben, wenn nicht unbedingt nötig

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1b. In Forenprofilen u.ä. niemals die echte E-Mail-Adresse angeben

2. Bei Anmeldung BugMeNot verwenden

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3. Falls nicht in BugMeNot, bei Anmeldungen Spamgourmet verwenden

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4. Falls man doch mal Spam bekommt: Ungelesen löschen

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Erläuterung

Die einzigen Möglichkeiten, wie ihr trotz diesen 4 Regeln Spam bekommen könntet, die mir einfallen, wären:

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Warnung vor Selbstjustiz

Eine Warnung an all jene, die sich über Spam so sehr aufregen, dass sie die Spammer "angreiffen" wollen: Seid vorsichtig!
Obwohl man ab und zu von Erfolgen hört, ist es gefährlich. Besonders mit den Mails, die angeblich von einem Banker aus Nigeria kommen, der mal eben gerne mehrere Millionen auf eurem Konto ablegen würde und du nur den Anwalt zahlen müsstest, ist nicht zu spassen. Hinter diesen steckt die Nigeria-Connection. Das ist keine Firma, das sind waschechte Verbrecher mit Verbindungen zu Europa. Sachen wie Scambaiting solltet ihr also bei denen lieber nicht machen und wenn, dann nicht Rückverfolgbar.

Bessere Alternative zu solch einem gefährlichen Spiel ist das (aus Wikipedia):
Am 1. Juli 2005 startete das vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) zusammen mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. ein Projekt einer Beschwerdestelle zur Bekämpfung von Spam. Unter beschwerdestelle@spam.vzbv.de können Verbraucher dem VZBV per Mail unerwünscht eingetroffene Spams übermitteln. Der VZBV überprüft diese Fälle und wird in geeigneten Fällen juristisch gegen Spam-Versender und deren Auftraggeber vorgehen. Wichtig ist dabei nur, dass man den erweiterten Header der Spam-Mail mitschickt. Da diese Angaben für eine etwaige Rechtsverfolgung notwendig sind, können Mails ohne gesicherte Header-Zeilen leider nicht bearbeitet werden.
Der VZBV arbeitet mit anderen Verbraucherzentralen auf der ganzen Welt zusammen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Spam mit allen juristischen Mitteln unprofitabel zu machen. Der Service ist kostenlos, und nur für Privatpersonen gedacht. Eine Registrierung ist nicht nötig. Die Sache zeigt Wirkung. Besonders Spammer aus Deutschland und dem Rechtsgebiet der EU können sich nicht mehr in der scheinbaren Anonymität des WWW verstecken. Doch auch international ist der VZBV dank mehrerer Kooperationen tätig.

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Kommentare

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#1 Klaue schrieb am 26.09.2011 11:40 (CET):
Spam als einziger Kommentar auf einen Antispameintrag ist so schön ironisch, dass ich ihn sogar stehen lasse :D

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